Andrea Klaßen

Seit über 20 Jahren unterrichte ich Feldenkrais, entdecke immer wieder Neues und entwickle das enorme Potential der Methode weiter. Neben Feldenkrais-Fortbildungen praktiziere ich weitere ganzheitliche Methoden.

Meine Arbeit

Für mich ist Feldenkrais eine großartige Bewegungsarbeit und Lernmethode, die einen vielschichten Erfahrungsprozess in körperlicher und geistiger Beweglichkeit in Gang setzt.

Basis für diesen ganzheitlichen Ansatz ist die Annahme, dass jeder Mensch, der sich mit dem eigenen Körperbild befasst, lernen wird, sich besser, ökonomischer und leichter zu bewegen. Im Gegensatz zu anderen Methoden werden hier nicht gezielt Bewegungen einstudiert, sondern neue, eigene Mobilitätsmuster entdeckt. Bewegung wird nicht imitiert, sondern erforscht. Auch der Kopf kann sich dabei von eingefahrenen Mustern lösen.

Unterschiede wahrnehmen, Neues entdecken

Wer Feldenkrais ausprobiert, wird erleben, dass sich Bewegungen zunehmend müheloser, eleganter, aber auch effizienter ausführen lassen. Denn aus der Wahrnehmung von Unterschieden entsteht Neues. Die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper wird geschult, das achtsame Wahrnehmen, wie die eigene Bewegung ausgeführt wird, führt zu Balance, Orientierung und Neuausrichtung. Das wiederum bedeutet einen veränderten, besseren Umgang mit Herausforderungen in vielen Lebenssituationen.

Sich in der eigenen Körperlichkeit zu erfahren, weitet das Bewusstsein. Wer seine Bewegungsgewohnheiten und Muster kennt, weiß, was schadet und setzt den Fokus auf das, was guttut und leichter werden kann. Der im Feldenkrais gewonnene Erfahrungshorizont wirkt sich zudem positiv auf mentale Stärke aus.

Körperarbeit nach der Feldenkrais Methode lehrt außerdem, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, Neues auszuprobieren, um ans Ziel zu gelangen.

Achtsam mit sich, klar mit anderen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wahrnehmung der eigenen Kraftreserven. Wer innehält, Pausen macht, auch mal abwartet, stärkt die eigene Aufmerksamkeit. Proaktiv zu arbeiten und nicht erst Unterstützung zu suchen, wenn bereits Schmerz präsent ist, ist schließlich ein klares Zeichen von Weitsicht. Wer Momente der Erholung einbaut, reduziert das Risiko für Verletzung und Krankheit – ganz gleich ob im Alltag, im Beruf oder im künstlerischen Ausdruck.

Im übertragenen Sinne bedeutet das aber natürlich auch den Weitblick, sich frühzeitig mit relevanten Themen zu beschäftigen und das Prozesshafte an sich zu sehen: Die Feldenkrais-Arbeit legt Entwicklung offen. Sie beinhaltet ständiges Wachsen, lebenslanges Lernen, und ist niemals abgeschlossen: „Wenn du weißt was du tust, kannst du tun was du willst.“ (Moshé Feldenkrais)

Feldenkrais-Lektionen

orientieren sich an der frühkindlichen Bewegungsentwicklung, von der Rückenlage in die Bauchlage, über eine Seite rollen usw. Wir sprechen hier von Körperintelligenz. Alle Bewegungen und Erfahrungen sind in unserem Körpergedächtnis gespeichert.

Im Laufe des Lebens lernen wir viel dazu und verlernen, erfahren und verdrängen, entwickeln Strategien und „gehorchen“ schließlich immer mehr dem Kopf. Irgendwann stellen viele fest, dass Kopf und Körper nicht mehr zusammenpassen. Es entsteht eine Disbalance oder sogar eine Abspaltung des Körpers. Viele Menschen spüren ihren Körper gar nicht mehr, bis er sich schließlich in Form von Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen meldet.

Anstatt dann wieder in die Falle des Denkens zu verfallen und über Kontrolle, Willen, Anstrengung, Trainieren und Sanieren den Körper zurückzu“erobern“, wecken Feldenkrais Bewegungen Freude daran, sich wieder natürlich, leicht, mühelos, flexibel und frei zu bewegen, authentisch zu sein. Sie schaffen Verbundenheit von Kopf und Körper, ermöglichen einen Perspektivwechsel. Raum für Neues und der Weg für Entwicklung sind gebahnt. „Sich ganz fühlen“, „präsent sein“, „bewusst sein“, „vertrauen“, viele Begriffe für ein sehr individuelles Gefühl, wieder „zu Hause“ im Körper angekommen zu sein.

 

Liminal Spaces in Bewegung und Kunst – Talk mit Andrea Klaßen und Claudine Villemot-Kienzle

Meine Qualifikationen
  • Feldenkrais-Lehrerin (Ausbildung bei Chava Shelhav, Schülerin von Moshé Feldenkrais, 1999-2003) 
  • M.A. in Kunstgeschichte 
  • Dozentin für Bewegung und Bewusstsein (Fachbereich Architektur) an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft 
  • Kurs- und Seminarleiterin in Köln (im Institut für Intuitionstraining IFI)
  • Social Architect (Ausbildung 2024-2025 bei Claudine Villemont-Kienzle, CHE Dach)
Meine wichtigsten Lehrer, Therapeuten und Begleiter
  • Meine FeldenkraisschülerInnen, von denen ich seit vielen Jahren jeden Tag dazu lerne
  • Meine KollegInnen des somatischen Salons
  • Chava Shelhav (Assistentin von Moshé Feldenkrais)
  • Russell Delman – Embodied Life – Meditaition – Feldenkrais – Focusing
  • Erhard Doubrawa: Gestalttherapeut
  • Claudine Villemont-Kienzle (Social Architect)

 

 

Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen in somatischen Methoden und Bewusstsein.

Mitglied beim Verband für Feldenkrais Deutschland.

Mitglied im Verein für Gesundes Sehen e.V.

Gründerin des Somatischen Salons Köln.