Andrea Klaßen

Seit 20 Jahren praktiziere und unterrichte ich Feldenkrais, entdecke immer wieder Neues und entwickle das enorme Potenzial der Methode weiter.

Feldenkrais-Lehrerin wurde ich auf Umwegen. Ich verstehe mich eher als Wegbegleiterin und versuche Ihnen den Boden zu bereiten für mehr Beweglichkeit und Leichtigkeit.

Geboren in den 60iger Jahren als dritte von fünf Kindern, bin ich in Köln aufgewachsen und geblieben. Meine jüngste Schwester sitzt seit ihrer frühen Kindheit im Rollstuhl, ich wurde mit sechs Jahren zum Turnen geschickt. Als Leistungsturnerin habe ich etliche Urkunden „erkämpft“, mit der „Mann“schaft haben wir es bis zu den deutschen „Meister“schaften gebracht. Auf dem Gymnasium fiel es mir leicht, gute Noten zu bekommen. Disziplin, Konzentration und Gehorsam hatte ich von früh an gelernt. Nach dem Abitur studierte ich und machte schließlich – als erste Frau in der Familie – einen akademischen Abschluss. Meiner Erziehung und Bildung habe ich zu verdanken, dass ich gut funktioniere, denken und analysieren kann. Was ich nicht gelernt habe, war all das Wissen mit mir in Beziehung zu bringen und meinen Weg zu gehen. Ich probierte dieses und jenes aus, fühlte mich aber nirgends am richtigen Platz.

Nach einer traumatischen Geburt meines Sohnes erfuhr ich von der Feldenkrais-Methode und entschied mich schließlich für die Ausbildung. Meine Lebensenergie wurde größer, mein Blick weiter, ich bewältigte meinen Alltag leichter, ich traf Entscheidungen, die mein Leben in andere Bahnen lenkte. Anders als bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen ging es bei mir nicht um körperliche Beschwerden oder Schmerzen. Jetzt mit 60 Jahren bemerke ich, wie fit ich auch körperlich geblieben bin und Beweglichkeit immer wichtiger wird.

Feldenkrais-Lektionen orientieren sich an der frühkindlichen Bewegungsentwicklung, von der Rückenlage in die Bauchlage, über eine Seite rollen usw. Wir sprechen hier von Körperintelligenz. Alle Bewegungen und Erfahrungen sind in unserem Körpergedächtnis gespeichert. Im Laufe des Lebens lernen wir viel dazu und verlernen, erfahren und verdrängen, entwickeln Strategien und „gehorchen“ schließlich immer mehr dem Kopf. Irgendwann stellen viele fest, dass Kopf und Körper nicht mehr zusammenpassen. Es entsteht eine Disbalance oder sogar eine Abspaltung des Körpers. Viele Menschen spüren ihren Körper gar nicht mehr, bis er sich schließlich in Form von Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen meldet. Anstatt dann wieder in die Falle des Denkens zu verfallen und über Kontrolle, Willen, Anstrengung, Trainieren und Sanieren den Körper zurückzu“erobern“, wecken Feldenkrais Bewegungen Freude daran, sich wieder natürlich, leicht, mühelos, flexibel und frei zu bewegen, authentisch zu sein. Sie schaffen Verbundenheit von Kopf und Körper, ermöglichen einen Perspektivwechsel. Raum für Neues und der Weg für Entwicklung sind gebahnt. „Sich ganz fühlen“, „präsent sein“, „bewusst sein“, „vertrauen“, viele Begriffe für ein sehr individuelles Gefühl, wieder „zu Hause“ im Körper angekommen zu sein.

Zu meiner persönlichen Entwicklung gehören neben Feldenkrais-Fortbildungen weitere somatische Ansätze, wie Alexander-Technik, Meditation, Embodied Liefe u.w. Außerdem glaube ich an die Kraft der Kunst und an alles, was das Leben bereichert und Freude schenkt.

Gerne lade ich Sie zu einer Probestunde ein.

Ich freue mich auf Sie!

 

Qualifikationen:

– Feldenkrais-Lehrerin (Ausbildung bei Chava Shelhav, Schülerin von Moshé Feldenkrais, 1999-2003) 

– M.A. in Kunstgeschichte 

– Dozentin für Bewegung und Bewusstsein (Fachbereich Architektur) an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft 

– Kurs- und Seminarleiterin in Köln (im Institut für Intuitionstraining IFI)

– Autorin für evolve (Magazin für Bewusstsein und Kultur)

 

 

 

 

 

Das Unmögliche
möglich,
das Mögliche leicht
und das Leichte
elegant machen…

Moshé Feldenkrais

Alberto Giacometti, Le chat, 1951

Meine wichtigsten Lehrer, Therapeuten und Begleiter:

Meine FeldenkraisschülerInnen, von denen ich seit vielen Jahren jeden Tag dazu lerne

meine KollegInnen des somatischen Salons, insbesondere Ada v.Lueninck, www.ada-lueninck.de

Chava Shelhav (Assistentin von Moshé Feldenkrais)

Russell Delman – Embodied Life – Meditaition – Feldenkrais – Focusing

Erhard Doubrawa: Gestalttherapeut

 

Wichtige Künstler und und Denker:

Joseph Beuys: soziale Plastik, jeder Mensch ist ein Künstler

Francis Picabia: Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann

Graf Dürkheim: Alltag als Übung, Körper haben, Leib sein

Maurice Merleau-Ponty: Phänomonologie der Wahrnehmung

Symposien, Veröffentlichungen und Vorträge:
(eine Auswahl):
  • Feldenkrais und Beuys: Vortrag und Dokumentation, Feldenkrais- Kongress, Berlin 2005,
  • Bewegungen und Wahrnehmungsräume bei Günther Uecker. Interdisziplinäres Symposium: Die bewegende Kraft der Kunst, Alanus Hochschule, Alfter 2007
  • Kunst in Bewegung. Zum Komplexen Werk von Bruce Nauman, Alanus Hochschule, Alfter 2008
  • Körper – Raum – Handlung am Beispiel von Marina Abramovic, Alanus Hochschule, Alfter 2009
  • Körperlose Körper – Das Körperbild Giacomettis und die Wahrnehmung des Selbst, Vortrag und Dokumentation, Symposium: Das Geheimnis des Gelingens, Alanus Hochschule 2010
  • Körper-Haben und Leib-Sein am Beispiel von Sasha Waltz, Vortrag Symposium: Innen = aussen = innen, Alanus Hochschule, Alanus HS 2013
  • Symposium: Arche. Interdisziplinäres Symposium zu einer anthropologischen Grundmetapher: „Wie wir uns über Wasser halten – eine phänomenologische Annäherung“, Alanus HS 2015
  • Feldenkrais und Architektur – Raum der Wahrnehmung, mag 09 – Mensch, Architektur, Gesellschaft, 2015/2016, Hrsg. Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
  • Symposium: „Denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht…“ – Das Potential der Künste im Leben. Reflexionen , Juni 2018, Alanus HS Alfter/Bonn
Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen in somatischen Methoden und Bewusstsein.

Mitglied beim Verband für Feldenkrais Deutschland.

Mitglied im Verein für Gesundes Sehen e.V.

Gründerin des Somatischen Salons Köln.